3. Mai 2018

Marx im Mai - die kleine Veranstaltungsreihe 2018

Zum Auftakt der Reihe "Marx im Mai - die kleine Veranstaltungsreihe 2018" wird am 04. Mai in Apolda der Film "Der junge Karl Marx" um 18 Uhr im Stadthaus-Saal gezeigt. Eingestimmt wird die Filmvorführung mit einer Lesung von Briefen, die sich Karl Marx und Friedrich Engels schrieben. Am Samstag, den 05.05. können Interessierte dann den jungen Karl Marx im Projekt 1 in Weimar sehen.

Um die vermeintlich schwere Kost etwas aufzulockern, zeigt das Abgeordnetenbüro Steffen Dittes die Ausstellung "Das Kapital. in Farbe!" des VSA Verlags. Die Ausstellung zeigt verschiedene Auszüge aus dem gleichnamigen JARI-Comic. Am Abend wird Steffen Dittes begrüßen und Rüdiger Schmidt-Grépály wird einen inhaltlichen Einstieg zum Kapital beitragen.
Die Ausstellung ist vom 1. Mai bis Ende des Monats in der Marktstraße 17 zu besichtigen. Die Vernissage findet am 15.05. um 18 Uhr statt.

Am 19.05. von 15 bis 18 Uhr widmet sich ein Leseworkshop der Beziehung von Marxismus und Feminismus. Mithilfe von verschiedenen Texten sollen marxistisch-feministische Ansätze der Vergangenheit und Gegenwart - von Frigga Haug bis María Do Mar Castro Varela - kennen gelernt sowie deren Spannungsverhältnisse diskutiert werden.

Thematisch geht es dann am 23.05 um 19 Uhr mit dem Workshop "Marx und Umweltpolitik" weiter. Die Falken Weimar wollen im Workshop mit Marx´ Kapitalismusanalysen verstehen, wie es zu Umweltzerstörung kommen kann, obwohl niemand sie will und die Wirkungsweise von Ansätzen der Umweltpolitik mit marxscher Brille betrachten & diskutieren.

Zum Abschluss der Reihe "Marx im Mai" wird am 26.05. um 15 Uhr das Café Gedanken frei mit einer Lesung der Autorin Eva Weissweiller den Blick auf die jüngste Tochter von Karl Marx lenken. Von seinen drei Töchtern hatte Eleanor (1855 – 1898) die engste Bindung an Karl Marx. Sie war auch die beste Kennerin seines Werks, zu dessen Sachwalterin sie sich machte: Als Editorin und Übersetzerin seiner Schriften hat sie unser Marx-Bild entscheidend geprägt. Obwohl diese starke Frau sehr beliebt war und sogar von politischen Feinden respektiert wurde, litt sie unter schweren Depressionen, die sie mit 43 Jahren in den Selbstmord trieben. „Das Drama der Vatertochter“ thematisierte Eva Weissweiler, renommierte Sachbuchautorin, bereits in ihrer Biografie Tussy Marx von 2002. Für ihre überarbeitete Neuauflage "Lady Liberty. Das Leben der jüngsten Marx-Tochter Eleanor" konnte sie erstmals mehr als 100 unveröffentlichte Briefe aus russischen und holländischen Archiven konsultieren und wird dadurch neue Forschungsergebnisse präsentieren.