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DIE LINKE. Thüringen Vernetzt

 
1. November 2014

Mehr als 300 Menschen demonstrieren für Kobanê und Shengal!

Am 1. November 2014 sind in Erfurt über 300 Menschen auf die Straße gegangen, um sich mit dem Widerstand der syrisch-kurdischen Stadt Kobanê und der Yeziden im Shengal (Sindschar) Gebirge in Irakisch-Kurdistan zu solidarisieren. Beide Orte sind seit Wochen von der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) umzingelt und leisten einen existenziellen Überlebenskampf.

Am 1.11. wurden weltweit Solidaritätsaktionen für die kämpfenden Menschen von Kobanê durchgeführt. Am weltweiten Aktionstag für Kobanê beteiligten sich Millionen Menschen von Indien, Afghanistan über Kurdistan, Türkei und Europa bis in die USA und nach Lateinamerika. Dies zeigt die Symbolkraft, welche der tapfere Widerstand in Kobanê global erzeugt hat.

Die Demonstration begann am Domplatz vor den Domstufen. Gut zu einem Drittel der TeilnehmerInnen waren nicht-KurdInnen bei der Demo anwesend, was auch an den vier anderen Organisatoren Solid, Yezidische Initiative Thüringen, Antifa Arnstadt/Ilmenau und Infoladen Erfurt lag. Vor Beginn der Auftaktkundgebung fiel ein großes Transparent mit der Aufschrift „Kobanê geht uns alle an“ am Gitter des Eingangs zum Dom über den Domstufen auf, welches zuvor von anderen Personen, die nicht Teil der Demonstration waren, angebracht wurde. 

Die Demonstranten schrieben eine Stunde vor den Domstufen aus Grabkerzen das Wort Kobanê in einer Breite von 10 Metern. Dies zog viele ErfurterInnen und Touristen an, die sich informierten. Begonnen wurde die Demonstration mit einer Gedenkminute für die Menschen, die bei den Angriffen in Kobanê, Shengal und woanders durch den IS ihr Leben ließen. 

Zu Beginn sprach der Ko-Vorsitzende des Kulturvereins Mesopotamien, Ercan Ayboga, und betonte: „Die wichtigste Forderung von uns und der Bevölkerung von Kobanê ist die Einrichtung eines dauerhaften Korridors nach Kobanê über die Türkei, der vor allem für Hilfen aus den beiden anderen befreiten Gebieten Syrisch-Kurdistans (Rojava) gedacht ist“.

Anschließend kam der Flüchtling Ronahi aus Kobanê, der vor 4 Monaten nach Deutschland floh, zu Wort. Er forderte aktive weltweite Unterstützung für Kobanê, insbesondere sah er die Bundesregierung mehr gefordert. Nach ihm sprach Adnan, ein yezidischer Flüchtling aus der Shengal Region, der auf die dramatische Lage von 10.000 Menschen hinwies.

Sowohl der Infoladen Erfurt als auch die Antifa Arnstadt/Ilmenau hielten Reden, in dem sie den Kampf in Kobanê als sehr bedeutend werteten. Sie betrachteten jede Hilfe für Kobanê und Rojava als legitim, da dort ein demokratisches Gesellschaftsmodell es zu verteidigen gibt. Auch deswegen sei die Kritik von streng pazifistischen Kreisen gegen jeden Form von Waffenlieferungen an die KurdInnen in Kobanê und Rojava unberechtigt. Ebenso kritisierten sie die rechtsextremen Hooligans, welche die Salafisten instrumentalisierten, um zu randalieren und Zulauf zu bekommen.

Auf der Abschlusskundgebung auf dem Anger sprach auch Martina Renner, Bundestagsabgeordnete der LINKEN, die zur aktiven Solidarität aufrief und die Rolle der Türkei und das unklare Verhalten der Bundesregierung gegen ihren NATO Partner stark kritisierte. Sie hob hervor, dass die eine stärkere inhaltliche Auseinandersetzung mit Rojava notwendig sei.

Zuletzt kamen zwei Frauen vom Frauenverband Courage zu Wort. In einem Wortduett sprachen sie vor allem über die kämpfenden Frauen in Kobanê und Shengal, die einen entscheidenden Beitrag zum bisher erfolgreichen Widerstand leisten.

Kulturverein Mesopotamien
www.mesop-erfurt.org