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30. August 2017

Ausstellunsgeröffnung zur jahrelangen Arbeit der AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V.

Bildquelle: M. Gothe

Am Abend des 28. August 2017 wurde die Comic-Ausstellung der Jenaer Künstlerin Julia Tripke in den Räumlichkeiten des Wahlkreisbüros eröffnet. Diese skizziert verschiedene Bereiche des über 25 jährigen Arbeit der AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V.. Die seit 1995 im Verein tätige Vorstandsfrau Claudia Nenninger gab einen ausführlichen, sehr lebendigen und spannenden Einblick in die Gründungszeit rund um den Fall der Mauer, die weitere Entwicklung und herausragende Projekte der AIDS-Hilfe in Weimar. Sie berichtete von ersten Anläufen der Beratung und Begleitung für HIV-Infizierte und Menschen mit Informationsbedarf im Rahmen einer Telefonberatung und des Regenbogencafés. Hier machte sich ein guter Kontakt zum damaligen Gesundheitsamt Weimarer Land verdient. Im Juni 1990 gründete sich dann das AIDS Beratungs Centrum Weimar, kurz ABC. Nenninger beschrieb dies als eine mutigen Schritt, da zu Beginn der 90er Jahre das Thema AIDS und HIV noch mit einem viel stärkeren Stigma und gesellschaftlichen Tabus belegt war, wenngleich heute die Forderungen der AIDS-Hilfe immer noch sehr aktuell sind. Mit dem Beitritt in den Dachverband der Deutschen Aidshilfe benennt sich dann auch das vorherige Centrum in AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e.V. um. Besonders hervorzuheben sind mit Blick auf die Weimarer Aidshilfe deren Pioniersverdienste im ostdeutschen Raum. Bedingt durch die Teilung Deutschlands und die niedrigeren Zahlen von HIV-Infizierten, wurde in Weimar der Fokus von Beginn an auch auf die präventive Arbeit gelegt. Das Gedenken an die etwa 650 Rosa-Winkel-Häftlinge von Buchenwald wird schon seit den 1980er Jahren begangen, seit 2006 wurde durch das Engagement der AIDS-Hilfe ein Gedenkstein als fester Ort der Erinnerung und des Gedenkens errichtet. Ein weiterer Ort des Erinnerns wurde vom Künstler Tom Fecht entworfen: Am „Dreizeiler für Weimar“ in der Frauentorstraße wird jährlich zum Weltaidstag derer gedacht, die den Folgen der Erkrankung erlagen.

Am Ende der Erzählung Claudia Nenningers waren sich alle Anwesenden in folgendem Punkt einig: Die Förderung der Kernarbeit der Aidshilfen in Thüringen muss institutionell verankert werden, um sie dauerhaft auf sicheren Boden zu stellen.