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9. November 2017

Hennig-Wellsow zum 9. November: Antisemitismus weiterhin in Thüringen präsent

Anlässlich des geschichtsträchtigen 9. Novembers hebt Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag und Landesvorsitzende der Linkspartei in Thüringen, hervor: „Der 9. November steht sowohl für die Überwindung der Teilung Europas in zwei politisch konträre Blöcke als auch für das grauenvollste Kapitel deutscher Geschichte, die antisemitischen Pogrome des 9. November 1938. Antisemitismus ist auch gegenwärtig präsent. Dass sich in den letzten zweieinhalb Jahren 76 Angriffe auf jüdische Friedhöfe in Deutschland ereignet haben, allein im letzten Jahr fast jede Woche eine antisemitische Straftat in Thüringen verübt wurde und jeder sechste Thüringer laut aktuellem Thüringen Monitor antisemitische Einstellungen vertritt, zeigt dass wir es weiterhin mit einem aktuellen Problem zu tun haben, auf das wir mit einem klaren Bekenntnis gegen menschenverachtende Ideologien und Ausgrenzung reagieren müssen.“

48 antisemitische Straftaten zählte die Landesregierung im vergangenen Jahr, 28 neue alleine im ersten Halbjahr 2017. Hennig-Wellsow: „Es ist unsere historische und aktuelle Verantwortung, energisch zu widersprechen, wenn rechte Hassredner wieder die Sprache der NS-Herrschaft bemühen, Religionsfreiheit als Grundrecht zur Disposition stellen und Menschen anderer religiöser oder kultureller Herkunft stigmatisieren oder sie gar 'entsorgen' wollen. Und gerade dann aufzustehen, wenn das Gedenken an die Shoah offen diffamiert wird, eine 180 Gradwende in der Erinnerungspolitik gefordert und die 'Leistungen' von Wehrmachtssoldaten zur NS-Zeit gefeiert werden. Und dies egal, ob die Parolen von 6.000 alkoholisierten Neonazis auf einer Wiese oder von Abgeordneten der AfD in den Parlamenten vorgetragen werden.“

Hennig-Wellsow ruft dazu auf, sich auch im Alltag der verschiedenen Formen und Ausprägungen des Antisemitismus bewusst zu werden und dagegen aktiv zu werden. „Das gilt für alle Lebenslagen, so auch für die Fankurve, wenn judenfeindliche Parolen wie im Frühjahr im Erfurter Stadion skandiert werden. Hier ist jeder einzelne gefragt, die rote Karte zu zeigen.“ Hennig-Wellsow wirbt für eine Kultur der Mitmenschlichkeit und Solidarität und ruft dazu auf, an den thüringenweit stattfindenden Veranstaltungen zum Gedenken am 9. November teilzunehmen.