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Es ist unsere Verantwortung, Gedenken am Leben zu erhalten

Anlässlich der am Sonntag stattfindenden Gedenkveranstaltung zum 78. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald erklärt Steffen Dittes, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag:

„Wer nach Buchenwald oder Mittelbau-Dora deportiert wurde, erfuhr am eigenen Leib beispiellos das institutionalisierte Verbrechen, für das der Nationalsozialismus samt seiner Ideologie steht. Die nach der Befreiung gezogenen Lehren und der Schwur von Buchenwald sind für uns auch heute noch Warnung und fortwährende Verpflichtung, sich aktiv gegen jegliche Formen von Diskriminierung und Ausgrenzung einzusetzen und für eine friedliche Weltordnung einzustehen“, so Dittes.

„Vielen Opfern fiel es lange schwer, über das Widerfahrene zu sprechen - manche konnten es bis zum eigenen Tod nicht. Diejenigen, die es schafften, trugen mit ihrer Geschichte auf unverzichtbare Weise zur Aufarbeitung bei, machten Geschichte für viele Generationen greifbar und legten so den Grundstein dafür, dass Demokratie, Frieden und Menschlichkeit unteilbar sind.

Fast acht Jahrzehnte nach der Befreiung leben kaum mehr Zeitzeugen unter uns und es wird zunehmend schwieriger, persönliche Erfahrungen und Erinnerungen an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Es liegt allein an uns, die Bedeutung solcher Tage zu füllen, Erinnerung wach zu halten und die daraus entstandenen Verpflichtungen zu erfüllen. Es braucht weitere Wege des Gedenkens, um es nicht inhaltsleer erstarren zu lassen und jeglichen Versuch einer Verklärung der Geschichte entschieden entgegenzutreten. Das bleiben wir den Opfern schuldig.“